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Hirtenbrief zum Tag der Bewahrung der Schöpfung

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© ΑΠΕ-ΜΠΕ

Schon 29 Jahre sind vergangen, seitdem die Heilige Große Kirche Christi das Fest des kirchlichen Neujahrs als „Tag des Schutzes der Umwelt“ etabliert hat. In all diesen Jahren hat das Ökumenische Patriarchat viele Aktivitäten inspiriert und initiiert, die zahlreiche gute Früchte hervorgebracht und das geistliche Umweltpotenzial unserer orthodoxen Tradition manifestiert haben.

Die Umweltinitiativen des Ökumenischen Patriarchates waren eine Initialzündung für die Theologie, die umweltfreundlichen Prinzipien der christlichen Anthropologie und Kosmologie darzulegen und die Wahrheit zu verkünden, nach welcher keine Vision vom Fortschreiten der Menschheit in der Geschichte auch nur irgendeinen Wert hat, wenn sie nicht auch die Erwartung einer Welt einbezieht, die ein wirkliches Haus des Menschen sein kann – und das in einer Zeit, in der die stets anwachsende Bedrohung der natürlichen Umwelt Veranlassung gibt, eine mögliche universale Umweltkatastrophe zu erwarten. Diese Entwicklung ist die Konsequenz einer konkreten Entscheidung für eine bestimmte wirtschaftliche, technologische und gesellschaftliche Entwicklung, die weder den Wert der menschlichen Person noch die Heiligkeit der Natur respektiert. Man kann sich nicht zugleich wirklich für die menschliche Person interessieren und  im selben Atemzug die natürliche Umwelt, also die physische Grundlage, die Voraussetzung des Lebens zerstören, d. h. die Zukunft der Menschheit untergraben.

Obwohl wir es nicht für richtig halten, die „Neuzeit“ nach den Kriterien eines „Sündenregisters“ zu beurteilen, möchten wir dennoch betonen, dass die gegenwärtige Zerstörung der natürlichen Umwelt unmittelbar damit zusammenhängt, dass wir die Natur verachten, dass wir sie ausbeuten und uns dem selbstsüchtigen Ideal, „viel zu verlangen“, als Lebensnorm beugen. So wie es verfehlt ist zu glauben, in der Vergangenheit sei alles besser gewesen, ist es unsinnig, die Augen vor dem zu verschließen, was heute geschieht. Die Zukunft gehört eben nicht dem Menschen, der unablässig nach künstlichen Genüssen und neuen Befriedigungen sucht, der für sich selbst lebt und seinen Nächsten ignoriert, dem Menschen der provokanten Verschwendung oder dem, der den Ohnmächtigen Unrecht tut und sie ausbeutet. Die Zukunft gehört der Gerechtigkeit und der Liebe, der partizipativen Kultur der Solidarität und des Respekts vor der Unversehrtheit der Schöpfung.

Dieses Ethos und diese Kultur bewahrt die gottmenschliche kirchliche Überlieferung der Orthodoxie. Im sakramentalen und liturgischen Leben der Kirche wird die eucharistische Wahrnehmung, Sinngebung und Nutznießung der Schöpfung erfahren und zum Ausdruck gebracht. Diese Beziehung zur Welt ist unvereinbar mit jeder Art von Introversion und Indifferenz gegenüber der Schöpfung, mit jeder Art von Dualismus zwischen Geist und Materie und Geringschätzung der materiellen Wirklichkeit. Ganz im Gegenteil: Die eucharistische Erfahrung sensibilisiert und motiviert den Gläubigen für eine die natürliche Umwelt liebende Lebensweise. In diesem Geist hat das Heilige und Große Konzil unterstrichen, dass die Sakramente der Kirche „die Schöpfung bejahen und den Menschen befähigen, als ihr Verwalter, Hüter und „Priester“ zu wirken und sie doxologisch dem Schöpfer darzubringen“ (Enzyklika § 14). Jede Art von Missbrauch der Schöpfung und ihre Umwandlung in einen Gegenstand der Ausbeutung bedeutet eine Perversion des Geistes des Evangeliums. Es ist keineswegs Zufall, dass die orthodoxe Kirche als „ökologische Gestalt“ des Christentums bezeichnet wurde. Denn sie ist diejenige Kirche, die die Göttliche Liturgie als Kern ihres Lebens bewahrt hat.

Folglich haben sich die ökologischen Aktivitäten des Ökumenischen Patriarchats nicht als einfache Reaktion auf die heutige, noch nie da gewesene ökologische Krise entwickelt oder sind von dieser hervorgerufen worden. Sie stellen vielmehr einen Ausdruck des Lebens der Kirche dar und sind eine Weiterführung des eucharistischen Ethos, das in den Beziehungen der Gläubigen zur Natur vorherrscht. Dieses angeborene ökologische Bewusstsein der Kirche trat entschlossen und zielgerichtet bei der Konfrontation mit den zeitgenössischen Bedrohungen der natürlichen Umwelt zutage. Das Leben der orthodoxen Kirche äußert sich in gelebter Ökologie und tätigem und unerschütterlichem Respekt vor der Schöpfung. Die Kirche ist ein Gemeinschaftsereignis, sie ist Sieg über die Sünde und den Tod, über die Selbstrechtfertigung und den Individualismus, welche der Umweltzerstörung zugrundeliegen. Der orthodoxe Christ kann im Angesicht der Umweltkrise nicht indifferent bleiben. Seine Sorge und Fürsorge für die Schöpfung ist die Folge und der Ausdruck seines Glaubens und seines eucharistischen Ethos.

Es ist offensichtlich, dass die Kirche die  Umweltprobleme kennen und untersuchen muss, um einen effektiven Beitrag zu ihrer Lösung leisten zu können. Wir alle wissen, dass heute die größte Bedrohung für die Umwelt und die Menschheit der Klimawandel und seine katastrophalen Folgen für das Leben selbst auf der Erde ist. Dieses Thema beherrschte auch die Beratungen des Neunten Umwelt-Symposiums, welches das Ökumenische Patriarchat im vergangenen Juni unter dem Titel «Für ein grüneres Attika. Rettung des Planeten und Schutz seiner Bewohner» auf den Inseln Spetses und Hydra im Saronischen Golf veranstaltete. Leider waren die katastrophalen Brände, die kürzlich in Attika ausbrachen, und die zu erwartenden Folgen, welche diese Umweltkatastrophe hervorgerufen hat, eine tragische Bestätigung der Positionen der Tagungsteilnehmer zur Ernsthaftigkeit der Umweltbedrohung.

Ehrwürdige Brüder und im Herrn geliebte Kinder,

Die Einstellung der Orthodoxie zur Umwelt ist die Umsetzung der eucharistischen Vision der Schöpfung, wie sie im gesamten liturgischen Ablauf des kirchlichen Lebens zutagetritt und zum Ausdruck kommt. Dies ist die zeitlose Botschaft der orthodoxen Kirche, was die Umwelt betrifft. Die Kirche sagt und verkündet «stets dasselbe»  und spricht «über die gleichen Dinge» gemäß den unübertrefflichen Worten ihres Gründers und Hauptes: «Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen» (Lk 21, 33). In diesem Geist ruft die Mutterkirche alle ihre Diözesen weltweit, ihre Kirchengemeinden und ihre Klöster dazu auf, Initiativen und koordinierte Aktionen sowie Programme zur ökologischen Sensibilierung durchzuführen und Tagungen und Vorträge zu veranstalten, damit die Gläubigen erkennen, dass der Schutz der natürlichen Umwelt eine geistliche Aufgabe für jeden von uns ist. Die hochaktuelle Frage des Klimawandels und seiner Folgen für den Planeten und den Alltag der Menschen gibt uns die Möglichkeit, sich damit auf der Basis der Prinzipien der Umwelttheologie zu beschäftigen und konkrete praktische Handlungsweisen zu entwickeln. Von besonderer Bedeutung ist es dabei, auf örtlicher Ebene tätig zu werden. Die Kirchengemeinde ist die Urzelle des kirchlichen Lebens, sie ist der Raum für persönliche Präsenz und für Zeugnis, für Kommunikation und Zusammenarbeit, für liturgische und diakonische Gemeinschaft.

Eine besondere Sorge muss der christlichen Erziehung der jungen Menschen gelten, um in ihnen ein Umweltethos zu kultivieren. Die kirchliche Katechese muss in der Seele der Kinder und der Jugendlichen Respekt für die von Gott «sehr gut» geschaffene Schöpfung und Motivation zum Tätigwerden für den Umweltschutz wecken; sie muss die befreiende Wahrheit vom einfachen Leben, von der Enthaltsamkeit und dem asketischen Ethos, von der teilhabenden  Lebensweise und der aufopfernden Liebe vermitteln. Es ist umungänglich, dass die Jugendlichen ihre Verantwortung erkennen, in der Praxis die ökologischen Konsequenzen unseres Glaubens anzuwenden. So werden sie den entscheidenden Beitrag des Ökumenischen Patriarchats zur Umweltfrage erkennen und weitervermitteln können.

Abschließend wünschen wir Euch allen ein gesegnetes Kirchenjahr und einen reichen Ertrag Eurer geistlichen Bemühungen; wir rufen auf Euch alle die lebensspendende Gnade und das unermessliche Erbarmen unseres Herrn und Gottes und Erlösers Jesus Christus herab, der uns alles schenkt und der Urheber und Vollender unseres Glaubens ist, auf die Fürbitten der allheiligen Muttergottes, deren Pammakaristos-Ikone wir heute als besonderen Schatz unseres Kirchenvolkes in Frömmigkeit und Demut verehren.

  1. September 2018

+ Patriarch Bartholomaios von Konstantinopel

Euer aller inständiger Fürbitter

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Branchenprofis rechnen mit Zinserhöhung – bleiben aber entspannt

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Der Marktmonitor Immobilien (MMI) 2018, eine Studie von immowelt.de, wurde in diesem Jahr erstmals in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Bertram Steininger vom KTH Royal Institute of Technology in Stockholm durchgeführt. Die Ergebnisse zum Schwerpunkt Zinserhöhungen:

– 80 Prozent der Immobilienprofis erwarten für das kommende Jahr
eine Erhöhung des Leitzinses
– Branche reagiert gelassen: Die meisten Fachleute gehen nicht von
gravierenden Auswirkungen bei Preis und Nachfrage durch eine
mögliche Zinserhöhung aus
– Sollte es zu Zinsveränderungen kommen, wäre eine kurzfristige
Zunahme der Anfragen durch Eigenheim-Käufer laut Befragung die
wahrscheinlichste Reaktion

Von 2019 an will die Europäische Zentralbank (EZB) keine Anleihen mehr aufkaufen. Eine Richtungsänderung der Zinspolitik ist somit eingeleitet. 80 Prozent der Immobilienprofis erwarten für das kommende Jahr eine Erhöhung des Leitzinses. Das zeigt der Marktmonitor Immobilien (MMI) 2018, eine Studie von immowelt.de, die in diesem Jahr erstmals in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Bertram Steininger vom KTH Royal Institute of Technology in Stockholm durchgeführt wurde. 50 Prozent der befragten professionellen Immobilienvermittler gehen von einer leichten Erhöhung des Leitzinses (derzeit 0 Prozent) bis unter 0,25 Prozent aus, 26 Prozent erwarten eine Erhöhung auf einen Wert zwischen 0,25 und 0,5 Prozent. Mit einer starken bis sehr starken Erhöhung rechnen nur 4 Prozent der Befragten. Trotz der Ankündigung der EZB, das billionenschwere Ankauf-Programm zu beenden, gehen immerhin 20 Prozent der Immobilienprofis davon aus, dass es auch im kommenden Jahr keine Leitzinserhöhungen geben wird.

Profis bleiben noch entspannt

Der Leitzins beeinflusst maßgebend die Geld- und Kreditmärkte. Entscheidet sich die EZB für eine Erhöhung, gilt ein Anstieg der Darlehenszinsen als sehr wahrscheinlich. Auch Immobilienkredite werden damit teurer. Welche Folgen hätte das für die Immobilienbranche? Generell erwarten die befragten Makler, Bauträger und Immobilienspezialisten zunächst nur geringe Auswirkungen. Bei der Preisentwicklung geht die Mehrheit (63 Prozent) von einem zunächst unveränderten Niveau aus. Die Immobilienprofis rechnen also nicht damit, dass durch moderat steigende Kreditkosten automatisch die Immobilienpreise sinken werden. Auch bei der Nachfrage (65 Prozent) und der Angebotsmenge (72 Prozent) vermuten die meisten Profis laut MMI 2018 keine Veränderungen. Die größten Auswirkungen werden bei der Vermarktungsdauer gesehen. Hier gehen 31 Prozent von einer längeren Zeit aus, die ein angebotenes Objekt auf dem Markt sein könnte. 20 Prozent prognostizieren für die Zukunft sinkende Abschlusszahlen.

Immobilien-Run der privaten Käufer

Die stärksten Reaktionen auf dem Markt erwartet die Mehrheit der Befragten (53 Prozent) von den Eigenheim-Käufern – im Gegensatz zu den privaten Kapitalanlegern (24 Prozent) und gewerblichen Kapitalanlegern (16 Prozent). Demnach wird davon ausgegangen, dass Eigenheim-Käufer bei spürbar steigenden Zinsen versuchen werden, noch schnell eine Immobilie zu kaufen. Nur 7 Prozent rechnen mit einem schnellen Rückgang der Nachfrage seitens dieser Käufergruppe.

Leitzins-Erhöhung um 0,5 Prozent bremst Preissteigerung

Die Einschätzung der Immobilienprofis deckt sich auch mit der Immowelt-Preisprognose. Sie hat die Auswirkungen einer Leitzinserhöhung auf die Immobilienpreise prognostiziert. Demnach hätte eine Leitzins-Anhebung von derzeit 0 auf 0,5 Prozent zur Folge, dass Käufer einen Wohnbaukredit (für 5 bis 10 Jahre) zu einem Zinssatz von rund 2 Prozent finanzieren. Würde dieses Szenario bis 2020 eintreten, verlangsamt sich die Preissteigerung. Ein Stillstand würde laut der Immowelt-Prognose erst bei einem Zinssatz von rund 3 Prozent eintreten. Hierfür müsste die EZB aber deutlich an der Zinsschraube drehen.

Über den Marktmonitor Immobilien 2018:

Der Marktmonitor Immobilen 2018 ist eine repräsentative Studie von immowelt.de in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Bertram Steininger vom KTH Royal Institute of Technology in Stockholm. Die Daten für die Studie wurden innerhalb des Immobilien-Professional-Panels (IPP) der Immowelt erhoben, an dem ausschließlich Fachleute aus der Immobilienwirtschaft teilnehmen. Befragt wurden 315 zufällig ausgewählte Makler, Bauträger und weitere Immobilienspezialisten in Deutschland (Befragungszeitraum: 28. September bis zum 10. Oktober 2018).

 

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Mit Muskelkraft ins Zuhause: Drei Viertel der Deutschen trauen sich Eigenleistungen zu

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Bild: "obs/Interhyp AG

Ein Haus bauen bedeutet für die Mehrheit ein Zuhause schaffen und für jeden Dritten Selbstverwirklichung / Interhyp rät Bauherren, sich bei der Eigenleistung nicht zu überschätzen

Was bedeutet es, ein Haus zu bauen? Eine aktuelle repräsentative Umfrage von Interhyp unter 1.000 Befragten zeigt, was der Hausbau für die Deutschen bedeutet, mit wem sie gemeinsam bauen würden und welche Arbeiten sie mit eigener Muskelkraft erledigen würden. “Aus der Erhebung geht hervor, dass der Hausbau hierzulande ein Synonym dafür ist, sich ein Zuhause zu schaffen”, sagt Mirjam Mohr, Vorständin der Interhyp AG, Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinanzierungen.

Drei Viertel der Deutschen trauen sich laut der Erhebung auch Eigenleistungen zu. Darlehensnehmer sollten laut Interhyp bei der Einschätzung ihrer Möglichkeiten aber realistisch bleiben und sich nicht übernehmen.

Für 59 Prozent bedeutet Hausbau, ein Zuhause zu schaffen, für 35 Prozent Selbstverwirklichung und für 31 Prozent Sicherheit. Der Begriff “Haus bauen” steht für jeden Zweiten (50 Prozent) allerdings ebenso für finanzielle Belastung und bei 34 Prozent der Befragten für Stress. Beim Haustyp würden die meisten Deutschen dem klassischen Massivhaus den Vorrang geben (34 Prozent), gefolgt vom Fertighaus (25 Prozent). Etwas weniger gefragte Haustypen sind demnach ein Architektenhaus (17 Prozent) oder ein Passivhaus (13 Prozent).

Klare Vorstellungen haben die Deutschen davon, mit wem sie eine Baugemeinschaft gründen würden, um Kosten zu reduzieren. Jeder Zweite könnte sich eine Baugemeinschaft mit der Familie ausmalen (48 Prozent) – 29 Prozent mit Freunden. Mit Fremden ein gemeinsames Haus bauen würden 7 Prozent.

Eine andere Möglichkeit, beim Hausbau Kosten zu reduzieren, sind Eigenleistungen. Drei Viertel trauen sich laut Interhyp Eigenleistungen zu – wobei die Mehrheit eher bei einfachen Arbeiten selbst Hand anlegen würde.

Tapezieren trauen sich 55 Prozent zu, Teppich oder Laminat legen 46 Prozent und Abbrucharbeiten immerhin noch 29 Prozent. Fliesen legen halten 26 Prozent für machbar, Verputzen 23 Prozent und das Einsetzen von Türen oder Fenstern 14 Prozent. Beim Wände hochziehen oder bei Elektroinstallation sehen sich nur noch 12 Prozent.

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Bundespolizeidirektion Berlin erlässt Mitführverbot von gefährlichen Werkzeugen im Bahnverkehr

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Nach den im Juni in Berlin gesammelten Erfahrungen eines Verbotes zum Mitführen von gefährlichen Werkzeugen (u.a. Messer) an verschiedenen Bahnhöfen, wird es eine Wiederholung geben. Das neue Verbot wird für den Zeitraum von drei Monaten für die relevanten Wochenendzeiten erlassen. Die Einhaltung wird entsprechend kontrolliert.

Jährlich reisen etwa 441,8 Millionen Menschen über das 327 km lange Streckennetz der S-Bahn in Berlin. Die Anzahl festgestellter Gewaltdelikte auf Bahnanlagen bewegt sich seit Jahren auf anhaltend hohem Niveau. Auf Grund der Zunahme der Gewaltintensität hat die Bundespolizeidirektion Berlin eine Ordnungsverfügung erlassen und weist in diesem Zusammenhang auf das Verbot des Mitführens von gefährlichen Werkzeugen (Messer jeglicher Art, Reizgas, Schlaggegenstände usw.) hin.

Das Verbot gilt vom 1. November 2018 bis zum 31. Januar 2019 jeweils in den Nächten von Freitag zu Samstag und von Samstag zu Sonntag in der Zeit von 20:00 bis 6:00 Uhr. Der Geltungsbereich umfasst den Streckenabschnitt zwischen den S-Bahn-, Regional- und Fernbahnhöfen Zoologischer Garten und Lichtenberg sowie alle dazwischenliegenden S-Bahn-, Regionalbahn- und Fernbahnhöfe. Das bedeutet, dass alle in diesem Streckenabschnitt liegenden S-Bahn-, Regionalbahn- bzw. Fernbahnhöfe (Zoologischer Garten – Tiergarten – Bellevue – Hauptbahnhof – Friedrichstraße – Hackescher Markt – Alexanderplatz – Jannowitzbrücke – Ostbahnhof – Warschauer Str. – Ostkreuz – Nöldnerplatz – Lichtenberg) erfasst sind. Das Verbot gilt auch für S-Bahn-, Regionalbahn- und Fernbahnverbindungen, solange und soweit sie auf dem vorgenannten Streckenabschnitt verkehren oder an einem der vorgenannten Bahnhöfe halten.

Die Einhaltung des Verbotes an den relevanten Bahnhöfen wird durch Beamte der Bundespolizei überwacht und kontrolliert. Bei Verstößen gegen die Allgemeinverfügung können ein Zwangsgeld festgesetzt und die Gegenstände sichergestellt werden.

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Mehr Schleuser gefasst, viele unerlaubte Einreisen verhindert

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Bild"Bundespolizei"

In den ersten neun Monaten des Jahres hatte die Bundespolizei an den bayerischen Grenzen viel zu tun. Mit rund 450 Schleuserfestnahmen entfällt mehr als die Hälfte der bundesweit erfassten Fälle auf die im Freistaat Bayern grenzpolizeilich zuständige Bundespolizeidirektion München. Mit etwa 11.000 bleibt in den ersten drei Quartalen 2018 auch die Zahl der illegalen Einreisen auf einem hohen Niveau. Mehr als jeder Dritte unerlaubte Grenzübertritt wurde in Bayern entdeckt.

Schleuser

Von Januar bis September sind in Bayern mehr als 450 (Vergleichszeitraum 2017: ~350) mutmaßliche Schleuser aus dem Verkehr gezogen worden. Gut 400 (~330) dieser Festnahmen spielten sich an der deutsch-österreichischen Grenze ab, mehr als 30 (~10) Schlepper wurden an der Grenze zu Tschechien gefasst.

Dass Einschleusen kein Kavaliersdelikt ist, zeigen immer wieder die Ergebnisse einschlägiger Ermittlungen. Jüngst schickte zum Beispiel das Landgericht Hof einen LKW-Fahrer, der 35 Migranten nach Deutschland geschleust hatte, für zwei Jahre und vier Monate hinter Gitter. Den Drahtzieher der Schleusung bedachte der Richter sogar mit fünf Jahren Gefängnis und ordnete zudem einen Vermögenseinzug in Höhe von 10.000 Euro an. Ein Schleusungshelfer wurde zu einem Jahr und acht Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.

Unerlaubte Einreisen

Die Bundespolizeidirektion München hat in den ersten drei Quartalen 2018 mehr als 11.000 (~14.500) unerlaubte Einreisen angezeigt. Die meisten Aufgriffe gab es wieder an der Grenze zu Österreich: Dort waren es 7.820 (~10.950) Personen, die illegal über die Grenze kamen. An der deutsch-tschechischen Grenze stellten die Fahnder der Bundespolizei etwa 2.030 (~2.120) unerlaubt Eingereiste fest.

Die Migranten stammten vor allem aus Nigeria, Afghanistan, der Türkei, dem Irak und Syrien. Fast ein Drittel von ihnen kam mit einen PKW nach Deutschland, jeweils rund ein Viertel benutzte einen Zug oder Bus, um illegal einzureisen.

 

 

 

 

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Studie belegt: Die Deutschen sparen aus Prinzip – und haben auch noch Spaß dabei

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Wie schaffen es die Menschen, trotz hoher Lebenshaltungskosten immer noch etwas beiseitezulegen? Eine Umfrage im Auftrag von idealo zeigt: Die Deutschen sind Schnäppchenjäger aus Prinzip.

Ob klassischer Schlussverkauf, Coupons oder Preisvergleich im Internet: 97 Prozent der Deutschen nutzen regelmäßig zumindest eine Sparmethode. Fast jeder achtet also beim Einkaufen aufs Geld – selbst die Besserverdienenden. Überraschend: Die Deutschen sparen nicht nur, um sich einen schönen Urlaub, ein neues Auto oder eine Immobilie leisten zu können, sondern vor allem aus Prinzip. Neun von zehn Befragten geben an, nicht mehr ausgeben zu wollen als nötig. Und ganze 72 Prozent haben sogar Spaß am Sparen. Sparsamkeit und Preisbewusstsein sind in Deutschland offenbar weit verbreitet – und zwar keineswegs nur in Schwaben.

Verbraucher finden die attraktivsten Angebote im Internet

Doch wie genau sparen die Deutschen? Die idealo Umfrage zeigt: Am häufigsten wird immer noch der klassische Schlussverkauf genutzt. Immerhin sieben von zehn Befragten kaufen regelmäßig im Sale ein, um Geld zu sparen – vor allem bei Mode und Accessoires. Am unbeliebtesten hingegen sind Outlet-Center. Nur 30 Prozent nehmen regelmäßig die oft weite Fahrt zum nächsten Werksverkauf auf sich. Auch das Einlösen von Coupons gehört nicht zu den beliebtesten Methoden, mehr als die Hälfte der Befragten verwendet nur selten oder nie Rabattgutscheine aus Zeitschriften und Zeitungen.

Nach wie vor sehr beliebt ist das klassische Prospekt mit Sonderangeboten. 69 Prozent der Befragten nutzen solche Broschüren, vor allem vor dem Kauf von Artikeln des täglichen Bedarfs wie Nahrungsmitteln oder Drogerieartikeln. Ähnlich verbreitet wie Prospekte sind inzwischen aber auch Preisvergleichsseiten im Internet – 67 Prozent der Befragten nutzen Portale wie idealo, um beim Shopping Geld zu sparen. Insgesamt finden Schnäppchenjäger den Online-Handel inzwischen sogar oft lukrativer als den stationären Handel. Zwar stoßen die Befragten im Alltag etwa gleich häufig auf Angebote im Ladengeschäft und online, nämlich zu jeweils 33 Prozent. Die attraktivsten Angebote aber gibt es für fast jeden Zweiten im Internet. Der stationäre Handel hat nur für 13 Prozent der Befragten die Nase vorn, der Rest ist unentschlossen.

Eltern und Besserverdienende sparen besonders gern

Fast jeder achtet beim Einkaufen auf den Preis – aber nicht alle bevorzugen die gleichen Sparmethoden. Preisvergleichsportale im Internet werden zum Beispiel deutlich mehr von Männern verwendet als von Frauen (72 bzw. 62 Prozent), Treuepunkte hingegen sind bei den Frauen beliebter (69 bzw. 61 Prozent). Eltern sind besonders leidenschaftliche Sparer: Wer Kinder hat, nutzt mit höherer Wahrscheinlichkeit eine der abgefragten Sparmethoden. 79 Prozent der Eltern geben außerdem an, dass sie Spaß am Sparen haben – das sind neun Prozentpunkte mehr als bei den Kinderlosen.

Ähnlich sieht es bei den Besserverdienenden aus: Menschen mit einem monatlichen Nettohaushaltseinkommen zwischen drei- und fünftausend Euro sparen besonders gern. Und sie nutzen beim Einkaufen auch an den häufigsten Sparmethoden wie Rabattcoupons, Sonderangebote, Treuepunkte und Co – mehr als alle anderen Gehaltsklassen. Auch wer gut verdient, achtet in Deutschland gern aufs Geld.

Quelle: Alle Daten, soweit nicht anders angegeben, sind vom Marktforschungsinstitut Norstat im Auftrag der idealo internet GmbH erhoben worden. An der Online-Befragung im September 2018 nahmen 1.023 Personen teil. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Internetbevölkerung ab 16 Jahren.

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Falsche 50er im Umlauf; Polizei gibt Hinweise zum Erkennen von Falschgeld

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In den letzten Wochen gab es im Landkreis und in der Stadt Kassel vermehrt Fälle im Zusammenhang mit Falschgeld. In Einzelhandelsgeschäften und auf Volksfesten traten insbesondere falsche 50 Euro – Scheine auf. Aus diesem Anlass gibt die Kasseler Polizei Hinweise, wie man die Blüten von echtem Geld unterscheiden kann.

Tipps der Polizei zum Erkennen von Falschgeld

Aus gegebenem Anlass, insbesondere auf Hinblick noch ausstehender Volksfeste, warnt die Polizei vor Falschgeld. Bei den in Kassel auftretenden Blüten handelt es sich vornehmlich um 50 Euro-Scheine der neuen Generation, der sogenannten Serie B. In den meisten Fällen lassen sich die Fälschungen ohne besondere Hilfsmittel erkennen. Das erste Augenmerk sollte dabei auf das Äußere, das heißt, Format, Farbe und Bildelemente, gelegt werden. Liegen hier bereits grobe Abweichungen vor, sollten Sie die Annahme des Scheines verweigern. Im nächsten Schritt ist es mit ganz einfachen Mitteln möglich, die verschiedenen Sicherheitsmerkmale zu überprüfen. Gehen Sie nach dem Prinzip “Fühlen-Sehen-Kippen” vor. Achten Sie hierbei vor allem auf die Oberflächenbeschaffenheit des Scheines. Können Sie auf dem Schein eine Art Relief erfühlen, ist das silberne Hologramm auf der Vorderseite intakt und schimmert es entsprechend? Sind die Wasserzeichen klar erkennbar? Verändert die Wertzahl unten links beim Kippen des Scheines die Farbe? Vergleichen Sie den in Frage stehenden Schein mit einem echten. Sollten immer noch Zweifel bestehen, lassen Sie den Schein bei einer Bank überprüfen. Handelt es sich tatsächlich um eine Fälschung, benachrichtigen Sie die Polizei.

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