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Griechinnen und Griechen feiern in der Metropolregion Rhein-Neckar am 20.3.2021

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200 Jahre Aufbruch zur Freiheit

 

200 Jahre Griechische Revolution Der 25. März ist ein griechischer Nationalfeiertag. Gefeiert wird er in der Regel mit Aufführungen, Militärparaden und religiösen Zeremonien. Erinnert wird an den Beginn der griechischen Revolution 1821 und die daraus resultierende erfolgreiche Befreiung Griechenlands vom Osmanischen Reich. 1453 wurde das damalige Byzantinische Reich, mit Konstantinopel (dem heutigen Istanbul) als Hauptstadt, von den Osmanen erobert. 368 Jahre lebten die Hellenen unter osmanischer Fremdherrschaft. Trotz dieser, fast 400-jährigenBesetzung blieb die griechische Identität immer stark! Einer der Gründe dafür war der Einsatz der Griechisch-Orthodoxen Kirche, die nicht nur im Untergrund die griechische Kinderunterrichtete, sondern auch maßgeblich an der Revolution beteiligt war. 1821 war der Beginn eines Prozesses, der zur sogenannten „Wiedergeburt der griechischen Nation“ geführt hat.

 

In diesem Jahr jährt sich der Beginn der erfolgreichen Revolution, welche mit vielen Philhellenen u.a. aus Deutschland, Frankreich, Russland, Großbritannien, gemeinsam bestritten wurde, zum 200en Mal. Weltweit wird dieses Jubiläum besonders gefeiert. Auch in Deutschland haben sich viele Institutionen und Vereine auf dem Weg gemacht, den 25.3.2021 gebührend zu feiern. In der Metropolregion Rhein-Neckar wurde vor 2 Jahren ein Netzwerk griechischer Institutionen und Vereine gegründet, um gemeinsame Veranstaltungen durchzuführen. 2021soll auch in der Metropolregion RN an die Revolution erinnert werden. Neben einer großen Auftaktveranstaltung im REM-Museum in Mannheim, sollen über das ganze Jahr in der gesamten Region Veranstaltungen angeboten werden.

 

Den Auftakt macht das griechische Netzwerk Rhein-Neckar, in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk griechisch-stämmiger Kommunalpolitiker in Europa und den REM-Museen, am 20.3.21 mit folgenderVeranstaltung:

 

200 Jahre Griechische Revolution – Aufbruch zur Freiheit

 

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie haben sich die Veranstalter auf eine „Hybrid-Veranstaltung“ geeinigt. Der Sender Metropolregion-TV überträgt die Veranstaltung live über sein YouTube-Kanal. Neben der musikalischen Umrahmung durch Anna-Vassiliki Panagopoulou am Klavier, wirdDr. Sigrid Skarpelis-Sperk (MdB a.D.), Präsidentin der Vereinigung der Deutsch-Griechischen-Gesellschaften einen feierlichen Vortrag über

 

„200 Jahre griechische-Revolution – Erbe und Herausforderung für das Europa des 21.Jahrhunderts“, halten.

Außerdem wird Frau Gianna Angelopoulou, Präsidentin des Komitees Greece2021, einenkleinen Impuls geben. Diese Veranstaltung des griechischen Netzwerkes RN, wird weltweit,die erste in dieser Form sein. Außerdem werden Grußworte von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, OB Peter Kurz aus Mannheim und vielen weiteren hochrangigen Politikern aus Griechenland erwartet.

Durch den Vormittag werden Frau Stella Kirgiane-Efremidou, Vorsitzende des griechisch-deutschen Freundeskreises PHILIA e.V.

Weinheim und Vorstandsmitglied des Netzwerkes griechisch-stämmiger Politiker in Europa und Dr. Dimitrios Bakolas, Mitglied des Organisationskomitees des griechischen Netzwerkes RN, führen.

Die Veranstaltung beginnt am 20.03.2021 um 11.00h.

 Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, dieser einzigartigen und interessanten Veranstaltung digital beizuwohnen.

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Digitale Krankschreibung: elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

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pixabay/geralt

Die Krankschreibung wird digital

Wurden Sie bisher krankgeschrieben, haben Sie in der Arztpraxis für die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung 3 gelbe Scheine erhalten:

eine Bescheinigung für die gesetzliche Krankenkasse

eine Bescheinigung für den Arbeitgeber

eine Bescheinigung für Sie selbst als Versicherter

Seit 1. Januar 2023 ist nun komplett auf eine elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) umgestellt. Arbeitgeber rufen jetzt nach einer ärztlichen Krankschreibung die Krankmeldung elektronisch bei der Krankenkasse ab. Gesetzlich Versicherte müssen die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung weder an die Krankenkasse noch an ihren Arbeitgeber übermitteln.

Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung startet am 1. Januar 2023

Geplant war, dass Arztpraxen bereits ab dem 1. Januar 2022 an die gesetzlichen Krankenkassen übermitteln. Da die erforderliche technische Ausstattung in den Praxen nicht flächendeckend sichergestellt war, gelang dieser Umstieg zu diesem Datum aber nicht.

Viele Arztpraxen haben im Rahmen der Pilotphase auf das elektronische Meldeverfahren umgestellt und übermittelten die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung schon im Jahr 2022 elektronisch an die gesetzlichen Krankenkassen ihrer Patient:innen.

Papierausdrucke könnten vorerst weiterhin nötig sein

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) befürchtet, dass nicht alle Arbeitgeber ab Januar 2023 technisch und organisatorisch in der Lage sein werden, die AU digital abzurufen und weiterhin Papierausdrucke von ihrem Arbeitnehmer: innen fordern werden.

Für wen gilt die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung?

Die eAU gilt für gesetzlich Krankenversicherte.

Für Privatversicherte und Beihilfeberechtigte ändert sich zunächst einmal nichts.

Wie melde ich mich beim Arbeitgeber krank?

Sind Sie erkrankt, müssen Sie, wie bisher auch, Ihrem Arbeitgeber unverzüglich Bescheid sagen, dass Sie wegen einer Erkrankung ausfallen.

Beachten Sie hier auch weiterhin die Regelungen, die in Ihrem Betrieb für die Krankmeldung vorgesehen sind.

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Wichtige Änderungen im Jahr 2023

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pixabaycon/gerdesign

Preisbremsen für Gas, Fernwärme und Strom

Die Energiekrise schlägt im Winter finanziell stark auf die Verbraucher: innen durch. Preisbremsen bei Gas, Strom und Fernwärme sorgen ab 2023 für finanzielle Entlastung. Zwar werden sie nach aktuellem Stand ab März 2023 formal in Kraft treten. Sie sollen dann aber rückwirkend schon ab 1. Januar 2023 ihre Wirkung entfalten.

Für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs soll in diesem Zeitraum gelten:

Ein gedeckelter Gaspreis von 12 Cent pro Kilowattstunde.

Bei Strom liegt der Preisdeckel bei 40 Cent pro Kilowattstunde.

Bei Fernwärme sollen 9 ½ Cent pro Kilowattstunde als Preisdeckel gelten.

Nur für den darüber liegenden Verbrauch haben Sie den meist deutlich höheren, gültigen Vertragspreis zu zahlen.

Mehr Wohngeld für mehr Menschen

Eine weitere Maßnahme in der Energiekrise: Das Wohngeld wird ab dem 1. Januar 2023 deutlich erhöht, und zwar um durchschnittlich rund 190 Euro pro Monat. Es soll auch deutlich mehr Menschen zur Verfügung stehen. Das neue Wohngeld soll etwa 2 Millionen Menschen zugutekommen statt bisher rund 600.000.

Ob Sie Wohngeld bekommen können und wie viel, hängt von Einkommen, Miete, Wohnort ab und ist individuell sehr unterschiedlich. Sie bekommen es außerdem nicht automatisch, sondern nur auf Antrag bei Ihrer Kommune.

49-Euro-Ticket

Aufs 9-Euro-Ticket aus dem Sommer folgt das dauerhafte 49-Euro-Ticket: Im Frühjahr 2023 soll das bundesweite Deutschlandticket eingeführt werden. Das genaue Startdatum steht noch nicht fest. Für 49 Euro pro Monat können Sie damit alle Busse und Bahnen des öffentlichen Nahverkehrs nutzen – egal wo im Land.

Zu diesem Preis wird das Ticket wird wohl vorwiegend für Berufspendler oder Reisende interessant sein, die auf längeren Strecken unterwegs sind. Das Ticket soll als monatlich kündbares Abo angeboten werden.

Mehr Geld für Kinder

Das Kindergeld wird ab dem 1. Januar 2023 einheitlich auf 250 Euro pro Kind erhöht. Für das 1. und 2. Kind bedeutet dies jeweils ein Plus von monatlich 31 Euro, für das 3. Kind von 25 Euro.

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Neujahrsbotschaft 2023 des Metropoliten Augoustinos von Deutschland, Exarchen von Zentraleuropa

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Liebe orthodoxe Christen in Deutschland,

jedes Jahr feiern wir am Neujahrstag nach der Göttlichen Liturgie eine “Doxologie” genannten Dankgottesdienst aus Anlass unseres Eintritts in das Neue Jahr. Das Wort “Doxologie” bezeichnet im Griechischen den Lobpreis, und in der Tat lobpreisen wir bei dieser Gelegenheit Gott, der uns gewürdigt hat, die Schwelle eines weiteren Jahres zu überschreiten. Wir bitten Ihn, uns Seiner göttlichen Gnade zu würdigen. Außerdem bitten wir darum, Frieden und Eintracht untereinander zu haben und mit Tugenden ausgestattet Werke der Liebe zu tun.

Am heutigen Neujahrstag haben die orthodoxen Christen noch einen weiteren Grund, Gott zu lobpreisen. Denn in diesem Jahr jährt sich zum 60. Mal die Gründung unserer Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland. Dies nehme ich zum Anlass an meinen immer noch aktuellen Brief zum 50. Jahrestag der Gründung unserer Metropolie zu erinnern, den ich Euch vor zehn Jahren schrieb, als Seine Allheiligkeit der Ökumenische Patriarch Bartholomaios uns hier in Deutschland besuchte. Darin schrieb ich unter anderem:

Am 5. Februar 1963, verabschiedete die Synode des Ökumenischen Patriarchates den Beschluss zur Gründung der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland. Seit jenem Tag existiert unsere Metropolie, und mit dem Segen unserer Mutterkirche wurde die orthodoxe Präsenz in Deutschland in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf neuen soliden Grundlagen neu organisiert.

Den Anlass für dieses erstaunliche Ereignis bot die Niederlassung von Tausenden griechischer Arbeiter in diesem Land. Ebenso wie Arbeitnehmer aus anderen Ländern waren sie der Einladung der damaligen westdeutschen Regierung gefolgt, dem Arbeitskräftemangel im Aufbruch der Nachkriegszeit abzuhelfen. Die sogenannten Gastarbeiter haben ihr Vaterland auf der Suche nach einer besseren Zukunft für sich selbst und ihre Familien verlassen. Niemand hat damals die Dynamik dieser „Verpflanzung“ vorhersehen können. Was als bittere Not begann, wurde schöpferisch gestaltete Realität. Damals sind wir mit einem einzigen Koffer, in dem nur das Allernotwendigste Platz gefunden hatte, nach Deutschland gekommen, haben Notquartiere bezogen und mussten uns anstrengen, wenn wir irgendwo einem Gottesdienst beiwohnen wollten. Eine Handvoll Priester ohne Gotteshäuser, ohne Ausstattung, Kirchengemeinden ohne festen Standort – das war der Anfang.

Heute können wir sagen, dass wir uns eingerichtet haben, unter angemessenen Bedingungen leben und den nachfolgenden Generationen die Möglichkeit bieten, unser Werk fortzuführen. Ein besonderes Merkmal unserer Verwurzelung und unseres Gedeihens hier ist der Umstand, dass wir in den wichtigsten Städten Deutschlands eigene Gotteshäuser und Gemeindezentren besitzen. Fast überall dort, wo orthodoxe Christen wohnen, können sie am liturgischen Leben der Kirche, insbesondere an der Feier der Göttlichen Liturgie und dem Vollzug der übrigen Sakramente, teilnehmen. Wir haben, wie ich zu sagen pflege, Orte geschaffen, die eine kleine Heimat für uns sind. Und wenn wir an die dabei aufgetretenen Schwierigkeiten der Vergangenheit und der Gegenwart denken, dann ist es keine Übertreibung zu sagen, dass all das ein Wunder ist. Es ist ein Wunder, das wir der Liebe Gottes, die uns all das geschenkt hat, aber auch der Liebe unzähliger namentlich bekannter und unbekannter Menschen verdanken, die uneigennützig und opfermutig dazu beigetragen haben.

Mit diesem Schreiben möchte ich dem Herrn der Herrlichkeit dafür danken, dass er es möglich gemacht hat, dass aus Bitterem Süßes wurde und aus Migranten gleichberechtigte Bürger, und dass wir weiterhin Zeugnis von unserem orthodoxen Glauben im Herzen Europas ablegen können. Ich möchte Euch allen von Herzen aufrichtig danken, die Ihr von der ersten Stunde an bis heute in diesem Weinberg des Herrn in Deutschland mitgewirkt und moralische und materielle Unterstützung gewährt habt. Einen besonderen Dank schulde ich auch unseren Schwesterkirchen in diesem Land dafür, dass sie uns tatkräftig zur Seite gestanden haben: mit Gebäuden, mit Geld, mit Rat und Tat. Ich bete für die gottgefälligen Seelen derer, die nicht mehr unter uns weilen und ihre Ruhe in heimischer Erde oder auf den Friedhöfen unserer neuen Heimat gefunden haben. Ich bitte Gott und bete zu ihm, dass er die nunmehr gelegten Grundlagen unserer Kirche in Deutschland segne, damit sie bewahrt bleibe, wachse und stets ein Zufluchtsort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe für jedes ihrer Glieder und für jeden Menschen guten Willens bleibe. In Zeiten der Entheiligung und der Gottverlassenheit möge sie die Schönheit der Heiligkeit, die verwandelnde Kraft der christlichen Liebe und Solidarität, die Wertschätzung der menschlichen Person und den Sinn des Lebens in Erinnerung rufen und schenken. Um dies zu erreichen, bitte ich euch erneut inständig darum, mit einem freiwilligen Dauerauftrag Eure Kirchengemeinde durch Spenden zu unterstützen.

Das Geheimnis unserer orthodoxen kirchlichen Überlieferung war stets die Mitmenschlichkeit, die Offenheit, das Mitgefühl und die Hilfsbereitschaft besonders gegenüber dem ohnmächtigen und gefallenen Nächsten. Es ist mein Wunsch, dass wir den sechzigsten Jahrestag der Gründung unserer Metropolie in diesem Geist feiern. Dies wird in unseren Gemeinden in familiärer Atmosphäre, kreativ, aber ohne übertriebenen Aufwand geschehen, ohne jene zu vergessen, die leiden – sei es hier oder fern von uns.

Euch allen wünsche ich von Herzen, dass Ihr in der Kirche, unser aller Mutter, geeint und in jeder Phase eures Lebens froh seid, und euch stets aller Gaben Gottes erfreut!

Bonn, am Neujahrstag 2023

Euer Metropolit

+ Augoustinos von Deutschland

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Weihnachtsbotschaft des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios

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Weihnachtsbotschaft des Ökumenischen Patriarchen

+ B A R T H O L O M A I O S

durch Gottes Erbarmen Erzbischof von Konstantinopel, dem Neuen Rom,

und Ökumenischer Patriarch

allem Volk der Kirche Gnade, Erbarmen und Friede

von Christus, unserem in Bethlehem geborenen Erlöser

In Gott geliebte Mitbrüder, im Herrn geliebte Kinder,

heute feiert die heilige Kirche die Geburt des vorewigen Sohnes und Wortes Gottes im Fleisch, das „seit ewigen Zeiten und Geschlechtern verborgene“ (Kol 1,26) „fremde und wunderbare Mysterium“. In Christus wird uns endgültig die Wahrheit über Gott und den Menschen geoffenbart, wie es der hl. Kyrillos von Alexandrien theologisch deutet: „Wir sind Menschen von Natur; Er aber ist wider Natur aus Menschenliebe zu uns herabgekommen und Mensch geworden. Wir sind als Geschöpfe von Natur Diener Gottes. Zum Diener ist auch Er geworden, doch geriet er in Widerspruch zu seiner Natur, als er Mensch wurde. Aber auch das Gegenteil gilt: Gott ist Gott von Natur. Doch Götter sind auch wir, die wir wider unsere Natur aus Gnade zu Ihm emporsteigen. Denn wir sind Menschen. Er ist Sohn von Natur; wir sind Söhne durch Annahme an Sohnes Statt, zur Bruderschaft mit Ihm berufen“. (Kyrillos v. Alexandrien, Thesaurus de sancta et consubstantiali Trinitate, PG 75,561)

„Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“ (Joh 8,32) Unser Herr Jesus Christus ist „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6), der Befreier des Menschen „aus der Knechtschaft des Feindes“. Es gibt kein Leben und keine Freiheit ohne Wahrheit oder außerhalb der Wahrheit. Dass wir unserem Leben einen beliebigen Sinn geben, ist keine Freiheit, sondern die zeitgenössische Form der Ursünde: die Selbstverschließung des Menschen in eine selbstgenügsame, selbstgefällige Autonomie, ohne einen Sinn für die Wahrheit als Beziehung zu Gott und zum Mitmenschen. Weihnachten ist die Zeit der Selbsterkenntnis, des Begreifens des Unterschiedes zwischen dem Mensch gewordenen Gott und dem sich als Gott verstehenden Menschen. Es ist die Zeit der Verinnerlichung der erlösenden christlichen Lehre: „Wir behaupten nicht, dass der Mensch Gott geworden, sondern dass Gott Mensch geworden ist.“ (Johannes von Damaskus, De fide Orthodoxa PG 94,988)

Das Weihnachtsevangelium erklingt in diesem Jahr zugleich mit den Kriegstrommeln und dem Geklirr der Waffen in der Ukraine, die unter den furchtbaren Folgen einer dreisten und ungerechten Invasion leidet. Jeder Krieg ist für uns Christen ein mörderischer Konflikt unter Brüdern und Angehörigen desselben Volkes, eine, wie es das Heilige und Große Konzil der Orthodoxen Kirche formuliert hat, „Folge des Bösen und der Sünde in der Welt“ (Der Auftrag der Orthodoxen Kirche in der heutigen Welt. IV,1). Im Fall der Ukraine gilt darüber hinaus das Wort des hl. Gregorios Palamas über die damaligen blutigen Konflikte unter orthodoxen Christen in Thessaloniki: „Unser Reichtum ist die heilige Kirche als gemeinsame Mutter und unsere Gottesfurcht, deren Führer und Vollender Christus, der wahrhafte Sohn Gottes ist, dem es wohlgefallen hat, nicht nur Gott, sondern auch unser Bruder und unser Vater zu sein“ (Über den Frieden unter uns; PG 151,10).

In der Person Christi ist die „Vereinigung“ aller vollzogen – der Nachweis der Einheit des Menschengeschlechts und der Heiligkeit der menschlichen Person, die Eröffnung des Weges zur „Verähnlichung“ – und der Offenbarung des Friedens, „der jeden Verstand übersteigt“ (Phil 4,7). Christus ist „unser Friede“ (Eph 2,14), und Ihm ist die historische und symbolträchtige Kirche „Agia Irini“ in Konstantinopel geweiht.

Unser Erlöser preist die „Friedensstifter“ selig, denn „sie werden Kinder Gottes heißen“ (Mt 5,9), und bezieht in dieses Ideal der Gerechtigkeit und der Liebe sogar noch die Feinde ein. Die orthodoxe Kirche bittet in der Göttlichen Liturgie „um den Frieden von oben“ und „um den Frieden der ganzen Welt“. „Schenke uns Deinen Frieden und Deine Liebe, Herr, unser Gott. Denn alles hast Du uns gegeben“ – so bitten und verherrlichen wir den Geber jeglichen Gutes in der Liturgie des hl. Basilius d. Gr. Wir, die wir von Gott alles empfangen haben, sind verpflichtet, uns als derart außerordentlich Beschenkte mehr als die übrigen Menschen für den Frieden einzusetzen – entsprechend dem biblischen Wort: „Von dem, dem viel gegeben wurde, wird man viel verlangen.“ (Lk 12,48) In diesem Sinn geht das, was von Christen im Widerspruch zu diesem Prinzip getan wird, nicht zu Lasten des Christentums, sondern zu Lasten derer, die in ihrem Handeln die göttlichen Weisungen übertreten.

Nie war in der Menschheitsgeschichte der Friede zwischen Völkern ein selbstverständlicher Zustand. Vielmehr war er überall und immer das Ergebnis inspirierter Initiativen, des Großmuts und der Selbstaufopferung, des Widerstands gegen die Gewalt und der Verwerfung des Krieges als eines Mittels der Lösung von Differenzen; stets war der Friede ein Kampf für die Gerechtigkeit und den Schutz der Menschenwürde. Der Einsatz für den Frieden und die Versöhnung ist das vorrangige Kriterium für die Glaubwürdigkeit der Religionen. Zweifellos gibt es in den religiösen Überlieferungen nicht nur Motive für den inneren Frieden, sondern auch für die Förderung und Errichtung des gesellschaftlichen Friedens durch die Überwindung der Aggressivität in den Beziehungen zwischen Individuen und Völkern. Dies ist in unserer Zeit, in der die Auffassung vorherrscht, der Friede könne das Ergebnis wirtschaftlicher Entwicklung, der Steigerung des Lebensstandards, des Fortschritts von Wissenschaft und Technik mittels digitaler Kommunikation und des Internets sein, von besonderer Bedeutung. Wir sind überzeugt, dass es ohne den Frieden zwischen den Religionen, ohne ihren Dialog und ihre Zusammenarbeit auch keinen Frieden zwischen Völkern und Kulturen geben kann. Der Glaube an Gott verstärkt den Kampf für eine Welt des Friedens – auch dann, wenn diese Bemühung vor Hindernissen steht, die nach menschlichem Ermessen unüberwindbar erscheinen. Keinesfalls kann man akzeptieren, dass Vertreter der Religionen Fanatismus schüren und die Flamme des Hasses anfachen.

Heilige gottgeliebte Brüder und geliebte Kinder,

Christus wird geboren, verherrlicht Ihn.

Christus kommt vom Himmel, zieht Ihm entgegen.

Christus auf Erden, lasst euch erhöhen.

Der Aufforderung des heiligen Vorgängers unserer geringen Person auf dem Bischofssitz der Kirche von Konstantinopel, Gregors d. Theologen, folgend lasst uns den Geburtstag des Erlösers der Welt in geistlicher Freude feiern, „nicht nach Art der Welt, sondern überweltlich“ und „alles“ vermeiden, „was überflüssig und unnötig ist. Und das, weil andere, die aus demselben Lehm und aus derselben Stoff wie wir bestehen, hungern und Mangel leiden“ (Gregor d. Theologe, Homilie zur Theophanie oder zur Geburt des Erlösers, PG 36,316). Wir wünschen euch allen eine ergreifende und von Lobpreis erfüllte Zeit der heiligen zwölf Tage, eines Zeitraums, der wahrhaft die Fülle der Zeit und einen Strahl des Lichtes der Ewigkeit darstellt. Möge sich das kommende Jahr 2023, dank des Wohlgefallens und der Gnade des für uns Menschen und um unseres Heiles willen Fleisch gewordenen Wortes Gottes, als eine Zeit des Friedens, der Liebe und der Solidarität, als ein wahrhaftes Jahr der Güte des Herrn erweisen!

Auf viele gesegnete Jahre!

Weihnachten 2022

+ Patriarch Bartholomaios von Konstantinopel,

Euer aller inständiger Fürbitter bei Gott

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Weihnachtsbotschaft 2022 des Metropoliten Augoustinos von Deutschland, Exarchen von Zentraleuropa

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Weihnachtsbotschaft 2022

des Metropoliten Augoustinos von Deutschland,

Exarchen von Zentraleuropa

* * *

Liebe orthodoxe Christen in Deutschland,

die Geburt unseres Herrn Jesus Christus erleben wir auch dieses Jahr in aller Einfachheit, ja geradezu lautlos in einer äußerst lauten Umgebung.

Wir alle spüren, dass wir in einer Welt voller Herausforderungen leben, die häufig schwierig, manchmal sogar voller Gefahren sind. Unsere Welt verändert sich immer schneller, sie ist vielschichtig und häufig voller Widersprüche. Denn neben vielen Bedrohungen begegnen uns auch Chancen. Wie oft beherrschen uns dennoch Angst und Unsicherheit!

In dieser Situation sind wir alle aufgefordert

– uns daran zu erinnern, dass die Liebe nicht eine abstrakte Idee ist, sondern das Antlitz eben jenes Kindes, das heute geboren wird,

– uns daran zu erinnern, dass es einzig und allein Christus ist, der die Angst vertreibt1 und sanftmütig den wahren Frieden2 bringt,

– uns daran zu erinnern, dass unser Glaube an den Sohn der Jungfrau und das Vertrauen auf ihn uns die Kraft schenken können, die Herausfordeungen unserer Zeit zu meistern, und die Weisheit, dies nicht ein jeder für sich, sondern gemeinsam mit unseren Glaubensgeschwistern als unverbrüchliche Glieder des Leibes Christi, Seiner Kirche, zu tun,

– uns daran zu erinnern, dass die gleichen Prinzipien und Werte für uns alle gelten, denen die schönste und freudigste Botschaft, die je auf Erden zu hören war, nämlich das Evangelium Jesu Christi, zugrundeliegt,

– uns daran zu erinnern, dass uns dasselbe Ziel verbindet, nämlich dorthin zu gelangen, wo es keinen Schmerz und keine Ungerechtigkeit, kein Seufzen und kein Blutvergießen der Unschuldigen gibt, nämlich zum Reich Gottes.

Mein väterlicher Wunsch am diesjährigen Weihnachtsfest ist, dass wir, nachdem wir uns an unsere christliche Identität erinnert haben, auch den nächsten Schritt wagen: diesem Prozess der Erinnerung Taten folgen zu lassen. Und dies geschieht nur dann, wenn wir an jedem Tag unseres Lebens das Kind von Bethlehem in den Gesichtern unserer Geschwister entdecken und die Gaben Gottes, also die Liebe und die Freude, den Frieden und die Güte, die Langmut und die Vergebung, die Gerechtigkeit und die Wahrheit erwidern und weitergeben.3

Ein gesegnetes Weihnachtsfest!

Βonn, 25. Dezember 2022

Euer Metropolit

+ Augoustinos von Deutschland

1 Vgl. 1 Joh 4,18

2 Siehe etwa Lk 1,79 und Joh 14,27

3 Vgl. Gal 5,22 und Eph 5,9.

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“Anonimi”, Konzert in der Hellenischen Gemeinde zu Berlin auf!

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Photo source: Hellenische Gemeinde zu Berlin e.V.

Am 26.11.2022 um 20:00 Uhr tritt die Musikgruppe „Anonimi“ in der Hellenischen Gemeinde zu Berlin auf! 

Seit uber 20 Jahren spielt die Gruppe griechische Musik in Berlin sowie in anderen Stadten und Festivals in Deutschland. Eine musikalische Reise, die durch das Rempetiko und in die traditionelle- und Volksmusik fuhrt.

Die teilnehmenden Musiker: Despoina Paraschou – Gesang, Leonidas Kyriakidis – Gesang und Bouzouki, Leonidas Adamidis – Schlagzeug und Baglamas, Giannis Stergiou – Gitarre und Lauto. 

Der Ticketpreis liegt bei 10 €, ermäßigt: 5 €.

Bitte melden Sie sich per E-Mail: info@gr-gemeinde.de oder telefonisch unter: 030-7929587 (AB) an.

Zur Sicherheit aller Teilnehmenden fragt der Gastgeber alle vorhin ein Schnelltest zu machen. Die Teilnahme bedarf keinen Nachweis des Tests. 

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